Kurz gesagt: Die winzigen Speicherkarten sind überall – und viel spannender, als man denkt.
1. Deutsche Wurzeln, globaler Erfolg
Der unmittelbare Vorläufer der SD-Karte war die MultiMediaCard (MMC)– 1997 von Siemens, SanDisk und Nokia vorgestellt. Später entstand daraus die SD-Familie, die heute praktisch alle kennen.
2. Aus „TransFlash“ wurde microSD
Die microSD hieß bei SanDisk anfangs „T-Flash/TransFlash“. 2005 übernahm die SD Association den Standard und gab ihm den Namen microSD.
3. Briefmarke? Kleiner!
Eine microSD misst 15 × 11 × 1 mm – kaum größer als ein Fingernagel.
4. Von Megabytes zu Terabytes
2019 kamen die ersten 1-TB-microSDs in den Handel; inzwischen gibt es 2-TB-microSDXC-Karten.
5. Die Spezifikation denkt noch größer
Das Format SDUC sieht theoretisch bis zu 128 TB vor – genug, um Millionen Fotos auf eine Karte zu packen (kompatible Geräte vorausgesetzt).
6. Mehr als 12 Milliarden verkauft
Seit 2000 wurden über 12 Milliarden SD- und microSD-Karten produziert – ein echter Alltagsstandard.
7. Viele davon „schlafen“ in Schubladen
Interne Analysen auf Basis dieser Branchenzahlen schätzen, dass rund 7,2 Milliarden Karten ungenutzt herumliegen – ein riesiges, bereits vorhandenes Ressourcenlager.
8. Adapter-Magie
microSD-zu-SD-Adapter sind passiv – sie „verdrahten“ nur die Kontakte. Dadurch funktioniert eine microSD in vielen Geräten mit normalem SD-Slot.
9. E-Waste wird zum Thema
2022 fielen weltweit 62 Mio. Tonnen Elektroschrott an – die Sammelquoten kommen nicht hinterher. Jede wiederverwendete Karte hilft, Ressourcen zu schonen.
10. Kleine Karte, große Wirkung
Eine einzige 32-GB-Karte kann tausende Stunden Sprach-Wissen speichern – genau deshalb nutzen wir gespendete microSDs, um Frauen in Regionen ohne stabiles Internet mit lebensnahen Audio-Inhalten zu erreichen.
Fazit: microSD-Karten sind ein Stück Technikgeschichte – mit deutschen Wurzeln und enormem Potenzial für Kreislaufwirtschaft und Bildung. Genau da setzt Kartenretter an.